Arbeitsrecht

Befristung (Eigenart der Arbeitsleistung)

Die Vereinbarung überwiegend künstlerischer Tätigkeit im Arbeitsvertrag einer Maskenbildnerin i.S.v. § 1 Abs. 3 Satz 2 NV Bühne ist geeignet, die Befristung des Arbeitsvertrags wegen der Eigenart der Arbeitsleistung nach § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 TzBfG zu rechtfertigen.

Klägerin in dem zugrunde liegenden Fall war eine Maskenbildnerin, die an einem Theater beschäftigt war. Die Beschäftigung war allerdings nur befristet bis Ende August 2014. Ein gutes Jahr vorher teilte das Theater der Arbeitnehmerin mit, dass ihr Vertrag nicht verlängert wird. Daraufhin zog sie gegen die Befristung vor Gericht, hatte aber keinen Erfolg.

Laut Teilzeit- und Befristungsgesetz gibt es mehrere mögliche Gründe für eine Befristung.

Einer davon ist die sogenannte Eigenart der Tätigkeit. Die sah das Gericht hier als gegeben an. Denn laut Arbeitsvertrag war die Maskenbildnerin überwiegend künstlerisch tätig und die Ausübung von Kunst ist laut Grundgesetz frei. Das Theater als Arbeitgeber darf in seiner Kunstfreiheit also nicht eingeschränkt werden, deshalb darf es den Vertrag auch befristen. (Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 13.12.2017, Az.: 7 AZR 369/16).